Heute ist wieder einer dieser Tage, an dem ich dringend Menschen um mich herum brauche. An dem mir das Alleinsein schwerfällt. Ich durchgehend entweder Filme schaue oder Musik höre, damit ich wenigstens irgendwelche Stimmen wahrnehmen kann. Niemand ist zu Hause, ich bin allein zu Hause übers Wochenende, es fühlt sich so an, als wäre das immer so. Ich vergesse für einen Moment, dass ich eigentlich eine wunderbare Familie habe. Aber sie sind nun mal nicht da. Sie sind weg. Ich schlage mir hier die Zeit tot, in der Hoffnung, dass ab und zu ein paar Menschen an mich denken. Es fühlt sich alles so verlassen an, draußen ist es dunkel, die Straße ist wie ausgestorben. Als wäre ich der einzige und letzte Mensch dieser Welt.
Ich wünsche jedem, der das liest, einen schönen Abend, ich werde heute nichts mehr schreiben, da ich bei dem Menschen sein werde, bei dem ich alles vergessen kann. Bei meiner Emma.
Samstag, 23. November 2013
Freitag, 22. November 2013
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Dieses Gefühl, wenn du abends deinen Koffer aus der hintersten Ecke hervorholst. Ihn auf den Boden legst und anfängst, Kleidungsstück für Kleidungsstück einzupacken. Du Angst hast, du könntest irgendwas vergessen. Oder er könnte zu schwer sein. Sich aber ein klitzekleines Lächeln auf deinen Lippen ausbreitet, wenn du fertig bist. Endgültig fertig, du den Koffer zusammen mit allen wichtigen formellen Dingen bereitstellst. Du dir abends im Bett, bevor du deine Augen schließt, sagst 'Ja, es kann losgehen'.
Dieses Gefühl, wenn du morgens an dem Tag, auf den du lange gewartet hast, aus dem Fenster schaust und deine Gedanken nicht richtig ordnen kannst. Du langsam merkst, wie deine Freude immer näher rückt. Dich anziehst, noch ein letztes Mal überlegst, ob du auch wirklich alles eingepackt hast. Noch ein letztes Mal in deinem Zimmer stehst und dich innerlich für eine längere Zeit verabschiedest. Du schließlich aus dem Haus gehst und ins Auto steigst. Du hörst, wie der Motor startet. Und losfährt. Sich Kilometer für Kilometer immer mehr von deinem Ort, an dem du dieses Gefühl bekommst, zu Hause und sicher zu sein, entfernt. Du mit komischem Wohlsein in die elend weite Landschaft blickst, die Musik in deinen Ohren erklingt. Du nachdenkst. Du das Gefühl hast, die Welt außerhalb des Autos rast an dir vorbei und die Bäume nur als winzig dünne Striche wahrnimmst. Du irgendwann aber ankommst, deiner Reise schon ein bisschen entgegenkommend. Du das riesige Gebäude betrittst. Menschenmengen an dir vorbeiströmen, manche gestresst mit ihren eigenen Koffern ihr nächstes Ziel suchend, andere eher gelassen in einer Sitzecke sitzend. Du deinen Reisepass aus deiner Tasche holst und dich am Schalter anstellst. Wartest, bis endlich du an der Reihe bist. Du deinen Pass vorlegen musst, deinen Koffer nun abgibst mit dem hoffentlich ausreichenden Gewicht, du anschließend noch kontrolliert wirst. Du aber froh bist, wenn du all deine Kleidungsstücke wieder an dir hast. In deiner Hand dein Ticket hälst und deinen Wartebereich gefunden hast. Deine Freude, aber auch deine Angst mit jedem weiteren Schritt größer wird und dein Herz schneller schlägt. Dir bewusst wird, dass dir nicht mehr allzu viel Zeit bleibt, deinen Lieblingsmenschen noch schnell eine letzte Nachricht schreibst und sie wissen lässt, dass du dich bald wieder bei ihnen melden wirst und ihnen schreibst, sie sollen auf sich aufpassen. Du auf 'Senden' drückst und von dem ein oder anderen ein paar liebe Worte zurückbekommst, über die du dich sehr freust, sie dir eine gute und sichere Reise wünschen. Sie dich wissen lassen, dass sie an dich denken werden, und das deine Aufregung ein wenig lindert. Die Menschen, die wohl ein ähnliches Ziel haben wie du langsam aufstehen und sich anstellen, du dich schließlich ihnen anschließend. Die Personen, die sich mit einem ausdruckslosen Blick zu dir wenden, noch einmal deine Reiseunterlagen überprüfen lassen, bevor sie dich gehen lassen. Du dir auf dem kurzen, Sekunden andauernden Weg immer mehr klarmachst, dass sich deine Angst in wenigen Minuten vergrößern wird. Dir auf einmal komisch zu mute wird und du in Gedanken überlegst, umzudrehen, dann aber von einem oder gleich mehreren lächelnden Gesichtern begrüßt wirst und dich in die richtige Richtung weisen. Du nach deinem Sitzplatz Ausschau hälst, den dagegen andere Menschen schon längst gefunden haben. Sich irgendwann der Bildschirm vor dir einschaltet und dich über die Sicherheitsmaßnahmen informiert. Die Stimme der Person, die dich zu deinem endgültigen Ziel bringen wird, ertönt, dich herzlich begrüßt und sich zusammen mit seinem Team vorstellt. Du dann das Einrasten vieler Gurte hörst und auch das des deinen. Du deine Kopfhörer aufsetzt und dich innerlich mit deiner Musik von der Realität entfernst. Du weißt, dass gleich das Träumen und endlose Nachdenken beginnt. Du dich freust, den Takt der Musik mitfühlst. Dein Körper merkt, dass die Maschine auf die Startbahn fährt, dann mehr und mehr beschleunigt wird, du für einen kurzen Moment deine Augen schließt. Und du dann abhebst. Diesen Moment unglaublich genießt und sich ab jetzt ein Gefühl von vielen verschiedenen Gefühlen zusammenzusetzen beginnt. Die Häuser, die Straßen, die Landschaft, alles immer kleiner wird, bis schließlich nur noch einzelne Punkte erkennbar sind und irgendwann nichts mehr. Dir klar wird, dass du demnächst über den Wolken schweben wirst. Du hoffst, dass dich die Wolken in der Luft halten. Dieses Gefühl von endloser und sich gut anfühlender, mit nichts Anderem vergleichbarer Freiheit.
Es fehlt mir.
Dieses Gefühl, wenn du morgens an dem Tag, auf den du lange gewartet hast, aus dem Fenster schaust und deine Gedanken nicht richtig ordnen kannst. Du langsam merkst, wie deine Freude immer näher rückt. Dich anziehst, noch ein letztes Mal überlegst, ob du auch wirklich alles eingepackt hast. Noch ein letztes Mal in deinem Zimmer stehst und dich innerlich für eine längere Zeit verabschiedest. Du schließlich aus dem Haus gehst und ins Auto steigst. Du hörst, wie der Motor startet. Und losfährt. Sich Kilometer für Kilometer immer mehr von deinem Ort, an dem du dieses Gefühl bekommst, zu Hause und sicher zu sein, entfernt. Du mit komischem Wohlsein in die elend weite Landschaft blickst, die Musik in deinen Ohren erklingt. Du nachdenkst. Du das Gefühl hast, die Welt außerhalb des Autos rast an dir vorbei und die Bäume nur als winzig dünne Striche wahrnimmst. Du irgendwann aber ankommst, deiner Reise schon ein bisschen entgegenkommend. Du das riesige Gebäude betrittst. Menschenmengen an dir vorbeiströmen, manche gestresst mit ihren eigenen Koffern ihr nächstes Ziel suchend, andere eher gelassen in einer Sitzecke sitzend. Du deinen Reisepass aus deiner Tasche holst und dich am Schalter anstellst. Wartest, bis endlich du an der Reihe bist. Du deinen Pass vorlegen musst, deinen Koffer nun abgibst mit dem hoffentlich ausreichenden Gewicht, du anschließend noch kontrolliert wirst. Du aber froh bist, wenn du all deine Kleidungsstücke wieder an dir hast. In deiner Hand dein Ticket hälst und deinen Wartebereich gefunden hast. Deine Freude, aber auch deine Angst mit jedem weiteren Schritt größer wird und dein Herz schneller schlägt. Dir bewusst wird, dass dir nicht mehr allzu viel Zeit bleibt, deinen Lieblingsmenschen noch schnell eine letzte Nachricht schreibst und sie wissen lässt, dass du dich bald wieder bei ihnen melden wirst und ihnen schreibst, sie sollen auf sich aufpassen. Du auf 'Senden' drückst und von dem ein oder anderen ein paar liebe Worte zurückbekommst, über die du dich sehr freust, sie dir eine gute und sichere Reise wünschen. Sie dich wissen lassen, dass sie an dich denken werden, und das deine Aufregung ein wenig lindert. Die Menschen, die wohl ein ähnliches Ziel haben wie du langsam aufstehen und sich anstellen, du dich schließlich ihnen anschließend. Die Personen, die sich mit einem ausdruckslosen Blick zu dir wenden, noch einmal deine Reiseunterlagen überprüfen lassen, bevor sie dich gehen lassen. Du dir auf dem kurzen, Sekunden andauernden Weg immer mehr klarmachst, dass sich deine Angst in wenigen Minuten vergrößern wird. Dir auf einmal komisch zu mute wird und du in Gedanken überlegst, umzudrehen, dann aber von einem oder gleich mehreren lächelnden Gesichtern begrüßt wirst und dich in die richtige Richtung weisen. Du nach deinem Sitzplatz Ausschau hälst, den dagegen andere Menschen schon längst gefunden haben. Sich irgendwann der Bildschirm vor dir einschaltet und dich über die Sicherheitsmaßnahmen informiert. Die Stimme der Person, die dich zu deinem endgültigen Ziel bringen wird, ertönt, dich herzlich begrüßt und sich zusammen mit seinem Team vorstellt. Du dann das Einrasten vieler Gurte hörst und auch das des deinen. Du deine Kopfhörer aufsetzt und dich innerlich mit deiner Musik von der Realität entfernst. Du weißt, dass gleich das Träumen und endlose Nachdenken beginnt. Du dich freust, den Takt der Musik mitfühlst. Dein Körper merkt, dass die Maschine auf die Startbahn fährt, dann mehr und mehr beschleunigt wird, du für einen kurzen Moment deine Augen schließt. Und du dann abhebst. Diesen Moment unglaublich genießt und sich ab jetzt ein Gefühl von vielen verschiedenen Gefühlen zusammenzusetzen beginnt. Die Häuser, die Straßen, die Landschaft, alles immer kleiner wird, bis schließlich nur noch einzelne Punkte erkennbar sind und irgendwann nichts mehr. Dir klar wird, dass du demnächst über den Wolken schweben wirst. Du hoffst, dass dich die Wolken in der Luft halten. Dieses Gefühl von endloser und sich gut anfühlender, mit nichts Anderem vergleichbarer Freiheit. Es fehlt mir.
Donnerstag, 21. November 2013
Mittwoch, 20. November 2013
Samstag, 16. November 2013
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Ich muss wieder anfangen zu schreiben. Ich halte das einfach nicht mehr aus. Ich muss meine Gedanken, meine Gefühle, wieder festhalten.
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