Dienstag, 4. März 2014

-

Emma.
Ich versuche gerade, mich an einen Tag zu erinnern, an dem ich nicht froh war, dich zu haben. Einen Tag zu finden, an dem du mich nicht zum Lächeln gebracht hast. Mir nicht das Gefühl von Geborgenheit gegeben hast, mir nicht gezeigt hast, dass du mich brauchst, dass ich wichtig bin. Für dich zumindest. Mich nicht in irgendeiner Sache unterstützt hast. Nicht bei mir warst, mich gedanklich nicht in den Arm genommen hast. Einen Tag zu finden, an dem mir durch deine Worte nicht klar wurde, dass es sich immer lohnt, weiterzumachen. Dass es immer einen Grund gibt, morgens aufzustehen und den neuen Tag mit einem positiven Gedanken zu beginnen. Einen Tag zu finden, an dem ich nicht wusste, dass du mein größter Halt bist. Dass du das Allerwichtigste bist. Einen Tag zu finden, an dem ich nicht mit dir zusammen über irgendwelche albernen Dinge lachen konnte und nicht überlegen konnte, wie wir zusammen allem Schwierigen am einfachsten entgehen können. Einen Tag zu finden, an dem ich mir nicht bewusst war, dass du der einzige Mensch bist, zu dem ich wirklich immer kommen kann, der niemals von mir genervt ist. Egal, um welche Uhrzeit. Der mich, egal, in welcher beschissenen Situation du selbst bist, immer auffängt. Dass du der einzige Mensch bist, der rund um die Uhr für mich da ist, mir die nötige Liebe schenkt, die mich gerade noch beruhigt schlafen lässt. Mir all das gibt, was ich wirklich mehr als alles Andere brauche. Dass du der einzige Mensch bist, der sich alle Zeit der Welt nur dafür nimmt, um mich zu unterhalten. Um mich bei Laune zu halten. Dass du der einzige Mensch bist, der mir jeden Tag so unglaublich viel gibt, ohne ein Gegenentkommen zu erwarten. Ohne den ich in unendliche Trauer verfallen würde. Dass du der einzige Mensch bist, der mir Kraft und Mut für alles gibt. Mir das Gefühl gibt, dass es sich lohnt, um ihn zu kämpfen.
Ich finde diese Tage nicht. Du gibst mir all das. Wenn ich dich sehe, verzaubert dein strahlendes Lächeln alles Schlechte in Gutes. Und noch viel mehr strahlen deine wunderschönen Augen. Ich weiß, dass dir niemals das geben könnte, was du verdient hast. Aber das hier war gerade nötig. Und ich hoffe sehr, dass ich dich hiermit vielleicht auch ein bisschen zum Lächeln bringe und dir das Gefühl von Gücklichsein schenken kann, so wie du es immer bei mir tust, denn ich glaube, das kannst du im Moment mehr als gut gebrauchen. Ich sage diese Worte seit einigen Monaten nur noch zu dir, aber ich liebe dich. Ich liebe dich so sehr. Du erfüllst mich Tag für Tag, du bist meine bessere Hälfte. Meine allerbeste Freundin. Jeder hat seine eigene Definition von Glück, und du bist meine. Du bist mein Lieblingsmensch, Emma.

Freitag, 17. Januar 2014

Maybe one day again.

Dieser Eintrag bekommt eine Überschrift, weil er eine besondere Bedeutung für mich hat. - Heute sind es drei Jahre. Heute ist der 17.01., heute vor genau drei Jahren haben wir das erste Mal geschrieben. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie du mir erzählt hast, dass du Toastbrot über alles liebst, deshalb war das auch dein Benutzername. Du warst mir von Anfang an sympathisch, es war ein gutes Gefühl, mit dir zu schreiben, das sich glücklicherweise gehäuft hat. Aus Minuten wurden Stunden, aus Stunden wurden Tage, aus Tagen wurden Wochen. Du hast mich, auch wenn du das vielleicht nie nachvollziehen werden kannst, einfach aufgefangen. Wenn ich mit dir geschrieben habe, habe ich mich unglaublich wohl und geborgen gefühlt. Habe mich von dir als einzige Person verstanden gefühlt, und das ist vielleicht auch der Grund, warum jetzt noch kein Tag vergeht, an dem ich nicht in irgendeiner Weise an dich denke. Du hast mir so viel gegeben, was mich täglich erfüllt hat. Nur leider lernt man gerade Dinge, die man im Nachhinein mit Glück verbindet, zu spät zu schätzen. Menschen sind ersetzbar. Jeder einzelne. Leider. Aber Josha, auch wenn du das wahrscheinlich nicht glauben kannst und wirst, wird dich niemand auf diese Weise, wie du mich glücklich gemacht hast, ersetzen können. Ich habe dir mal gesagt, dass du einen besonderen Platz in meinem Herzen hast. Und egal, wie vielen, vielleicht auch tollen Menschen ich noch begegnen werde, du wirst diesen Platz behalten, denn du bist mir auf eine andere, besondere Weise wichtig. Das hat bisher niemand geschafft, und das wird auch niemand Anderes. Ich erinnere mich gerade an deinen Lieblingsplatz und frage mich, ob du da heute auch noch manchmal sitzt. Für mich haben all die Tage nur einen Sinn gemacht, weil ich wusste, dass ich wieder deine Worte lesen werden darf. Und jetzt liege ich abends im Bett und nichts ist, wie es war. Durch ein paar Ereignisse habe ich gemerkt, dass es mir unglaublich fehlt.

Donnerstag, 2. Januar 2014

-

Ich kann es dir nicht schreiben, deswegen mache ich das jetzt hier. Es ist noch gar nicht allzu lange her, da dachte ich, ich sei ein sehr glückliches Mädchen. Ein glückliches Mädchen, dem jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht gezaubert wird. Jetzt würde wieder irgendjemand sagen, man soll das schätzen und sich damit zufrieden stellen, was man hat. Natürlich geht es mir tausendmal besser als vielen anderen Menschen auf dieser Welt, sowohl gesundheitlich als auch psychisch. Aber wie kann ich für mich selbst entscheiden, glücklich zu sein, wenn ich es in meinem eigenen Körper nicht spüre? Wenn der Mensch, den ich liebe, auf einmal nicht mehr jeden Tag an mich denkt und mich das auch wissen lässt. - Es tut mir leid, wenn ich dein schlechtes Gewissen an dieser Stelle missbrauche, aber kannst du dir vorstellen, wie schrecklich ich dich vermisse? Ich liege jeden Abend mit den Gedanken an dich im Bett. Verzweifle beinahe, wenn ich im Internet dieselben Worte von anderen sich liebenden Menschen lese, die ich vor einer Weile noch bei uns fand. Ich kann sie mir nicht durchlesen, das würde mich nur noch trauriger machen. Und in den letzten Tagen, seit den Ferien, geht es mir einfach nur schlecht. Meine Naivität und gleichzeitig meine riesige Eifersucht, die mich eigentlich 24 Stunden am Tag glauben lassen, es wird in wenigen Sekunden eine Nachricht von dir kommen, die die Sonne wieder zum Strahlen bringt, machen alles nur noch unglaublich schwieriger. Diese Angst, ein anderer, in deinen Augen besonderer Mensch macht dich viel glücklicher als ich es je konnte, ist immer da. Ich habe so eine Angst, dass ich dich an einen anderen, in deinen Augen besserer Mensch verlieren werde. Ohne deine Worte fühle ich mich allein. Nicht gebraucht. Unwichtig. Ich habe Angst, dass du irgendwann nicht mehr an mich denken wirst. Mich vergessen wirst. Ich hab sonst niemanden, der mir genau das geben könnte, was du mir gegeben hast. Ich wünsche dir jetzt eine gute Nacht, hab schöne Träume.

Samstag, 23. November 2013

-

Heute ist wieder einer dieser Tage, an dem ich dringend Menschen um mich herum brauche. An dem mir das Alleinsein schwerfällt. Ich durchgehend entweder Filme schaue oder Musik höre, damit ich wenigstens irgendwelche Stimmen wahrnehmen kann. Niemand ist zu Hause, ich bin allein zu Hause übers Wochenende, es fühlt sich so an, als wäre das immer so. Ich vergesse für einen Moment, dass ich eigentlich eine wunderbare Familie habe. Aber sie sind nun mal nicht da. Sie sind weg. Ich schlage mir hier die Zeit tot, in der Hoffnung, dass ab und zu ein paar Menschen an mich denken. Es fühlt sich alles so verlassen an, draußen ist es dunkel, die Straße ist wie ausgestorben. Als wäre ich der einzige und letzte Mensch dieser Welt.
Ich wünsche jedem, der das liest, einen schönen Abend, ich werde heute nichts mehr schreiben, da ich bei dem Menschen sein werde, bei dem ich alles vergessen kann. Bei meiner Emma.

Freitag, 22. November 2013

-

Dieses Gefühl, wenn du abends deinen Koffer aus der hintersten Ecke hervorholst. Ihn auf den Boden legst und anfängst, Kleidungsstück für Kleidungsstück einzupacken. Du Angst hast, du könntest irgendwas vergessen. Oder er könnte zu schwer sein. Sich aber ein klitzekleines Lächeln auf deinen Lippen ausbreitet, wenn du fertig bist. Endgültig fertig, du den Koffer zusammen mit allen wichtigen formellen Dingen bereitstellst. Du dir abends im Bett, bevor du deine Augen schließt, sagst 'Ja, es kann losgehen'.

Dieses Gefühl, wenn du morgens an dem Tag, auf den du lange gewartet hast, aus dem Fenster schaust und deine Gedanken nicht richtig ordnen kannst. Du langsam merkst, wie deine Freude immer näher rückt. Dich anziehst, noch ein letztes Mal überlegst, ob du auch wirklich alles eingepackt hast. Noch ein letztes Mal in deinem Zimmer stehst und dich innerlich für eine längere Zeit verabschiedest. Du schließlich aus dem Haus gehst und ins Auto steigst. Du hörst, wie der Motor startet. Und losfährt. Sich Kilometer für Kilometer immer mehr von deinem Ort, an dem du dieses Gefühl bekommst, zu Hause und sicher zu sein, entfernt. Du mit komischem Wohlsein in die elend weite Landschaft blickst, die Musik in deinen Ohren erklingt. Du nachdenkst. Du das Gefühl hast, die Welt außerhalb des Autos rast an dir vorbei und die Bäume nur als winzig dünne Striche wahrnimmst. Du irgendwann aber ankommst, deiner Reise schon ein bisschen entgegenkommend. Du das riesige Gebäude betrittst. Menschenmengen an dir vorbeiströmen, manche gestresst mit ihren eigenen Koffern ihr nächstes Ziel suchend, andere eher gelassen in einer Sitzecke sitzend. Du deinen Reisepass aus deiner Tasche holst und dich am Schalter anstellst. Wartest, bis endlich du an der Reihe bist. Du deinen Pass vorlegen musst, deinen Koffer nun abgibst mit dem hoffentlich ausreichenden Gewicht, du anschließend noch kontrolliert wirst. Du aber froh bist, wenn du all deine Kleidungsstücke wieder an dir hast. In deiner Hand dein Ticket hälst und deinen Wartebereich gefunden hast. Deine Freude, aber auch deine Angst mit jedem weiteren Schritt größer wird und dein Herz schneller schlägt. Dir bewusst wird, dass dir nicht mehr allzu viel Zeit bleibt, deinen Lieblingsmenschen noch schnell eine letzte Nachricht schreibst und sie wissen lässt, dass du dich bald wieder bei ihnen melden wirst und ihnen schreibst, sie sollen auf sich aufpassen. Du auf 'Senden' drückst und von dem ein oder anderen ein paar liebe Worte zurückbekommst, über die du dich sehr freust, sie dir eine gute und sichere Reise wünschen. Sie dich wissen lassen, dass sie an dich denken werden, und das deine Aufregung ein wenig lindert. Die Menschen, die wohl ein ähnliches Ziel haben wie du langsam aufstehen und sich anstellen, du dich schließlich ihnen anschließend. Die Personen, die sich mit einem ausdruckslosen Blick zu dir wenden, noch einmal deine Reiseunterlagen überprüfen lassen, bevor sie dich gehen lassen. Du dir auf dem kurzen, Sekunden andauernden Weg immer mehr klarmachst, dass sich deine Angst in wenigen Minuten vergrößern wird. Dir auf einmal komisch zu mute wird und du in Gedanken überlegst, umzudrehen, dann aber von einem oder gleich mehreren lächelnden Gesichtern begrüßt wirst und dich in die richtige Richtung weisen. Du nach deinem Sitzplatz Ausschau hälst, den dagegen andere Menschen schon längst gefunden haben. Sich irgendwann der Bildschirm vor dir einschaltet und dich über die Sicherheitsmaßnahmen informiert. Die Stimme der Person, die dich zu deinem endgültigen Ziel bringen wird, ertönt, dich herzlich begrüßt und sich zusammen mit seinem Team vorstellt. Du dann das Einrasten vieler Gurte hörst und auch das des deinen. Du deine Kopfhörer aufsetzt und dich innerlich mit deiner Musik von der Realität entfernst. Du weißt, dass gleich das Träumen und endlose Nachdenken beginnt. Du dich freust, den Takt der Musik mitfühlst. Dein Körper merkt, dass die Maschine auf die Startbahn fährt, dann mehr und mehr beschleunigt wird, du für einen kurzen Moment deine Augen schließt. Und du dann abhebst. Diesen Moment unglaublich genießt und sich ab jetzt ein Gefühl von vielen verschiedenen Gefühlen zusammenzusetzen beginnt. Die Häuser, die Straßen, die Landschaft, alles immer kleiner wird, bis schließlich nur noch einzelne Punkte erkennbar sind und irgendwann nichts mehr. Dir klar wird, dass du demnächst über den Wolken schweben wirst. Du hoffst, dass dich die Wolken in der Luft halten. Dieses Gefühl von endloser und sich gut anfühlender, mit nichts Anderem vergleichbarer Freiheit.
Es fehlt mir.



Donnerstag, 21. November 2013

-

Ich hoffe so sehr, dass du heute den ganzen Tag glücklich bist, dieser Tag gehört dir.